Optimieren Sie Ihre E-Commerce Check-out Seite für eine bessere Conversion

16.07.2018


Die Betreiber von Online-Shops sind entsetzt: 2017 lag die durchschnittliche Abbruchquote bei 67%. Schlimmer noch: Die meisten Kunden haben den Einkauf auf der Checkout Seite des E-Commerce Business abgebrochen. Warum aber gehen so viele Kunden kurz vor dem Abschluss ihres Einkaufes verloren? Während es durchaus möglich ist, dass sich einige Besucher einfach nur auf Ihrer Webseite umgeschaut haben, ist der wahrscheinlichere Grund eine schlechte Benutzerfreundlichkeit beim Checkout. Lange Ladezeiten, die langwierige Eingabe von Informationen oder begrenzte Zahlungsmöglichkeiten sind gute Gründe dafür, dass ein Kunde Ihre Webseite verlässt oder zumindest zu einem weiteren Denkanstoß anregt. Einer Studie des Baymard Instituts zur Folge sind die Hauptgründe dafür, dass Kunden beim Checkout die Seite verlassen unerwartete Kosten (60%), die Notwendigkeit, ein Konto zu erstellen (37%), sowie ein komplizierter Bezahl- und Checkout-Vorgang (28%). Wie können Sie also diese Gefahren vermeiden und mehr Conversions erreichen? Die Antwort liegt in der Optimierung Ihrer e-Commerce Checkout Seite, um die Nutzung und den Checkout-Vorgang für Ihre Kunden so einfach und angenehm wie möglich zu gestalten. Die Checkout-Seite ist Ihr Verkaufsinstrument. Sie müssen sich darauf konzentrieren, dass hier alles reibungslos läuft und das der Checkout, sowie die Bezahlung so angenehm und reibungslos wie möglich ablaufen. Lesen Sie weiter, um mehr über Strategien zu erfahren, mit denen Sie Ihren Checkout optimieren können.

Vereinfachen Sie die Vorgänge der e-Commerce Checkout Seite

Sie empfinden den Checkout-Vorgang bereits als vereinfacht, indem die Zahl der notwendigen Klicks reduziert wurde, die erforderlich sind, um ein Produkt in den Warenkorb zu legen und zu bezahlen, richtig? Gut. Nun müssen Sie mit Ihrer Checkout-Seite dasselbe tun. Stellen Sie sicher, dass der gesamte Checkout-Vorgang sich auf eine einzelne Seite beschränkt. Je weniger Schritte und Klicks erforderlich sind, damit der Kunde bekommt was er möchte, je weniger Zeit und Gelegenheit hat er, sich seine Kaufentscheidung anders zu überlegen. Jeder zusätzliche Schritt bedeutet eine zusätzliche Belastung und erhöht damit die Chance, dass der Kunde vor dem Abschluss des Einkaufs abspringt. Daher ist es wichtig, die Zahl der notwendigen Klicks, die für den Abschluss des Kaufs erforderlich sind, rücksichtslos zu minimieren. Stellen Sie sicher, dass Sie nach Informationen fragen, die für den Kunden angenehm sind. Beginnen Sie mit dem Namen und der Adresse. Eine einfache Möglichkeit, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern ist die Verwendung der Google Maps API. Sie ermöglicht eine prädiktive Suche der Adresse, sodass der Kunde weniger Informationen selbst eingeben muss. Geben Sie Ihm außerdem die Möglichkeit auszuwählen das die Liefer- und die Rechnungsadresse identisch sind. Hat der Kunde erst einmal damit begonnen, die Informationen einzugeben, dann steigert ein reibungsloser Ablauf den erfolgreichen Abschluss des Einkaufs. Geben Sie Ihrem Kunden außerdem die Möglichkeit einen Gutschein Code oder ein Coupon einzugeben. Sieht er, wie sich der Preis seines Einkaufs reduziert, dann ist der Kunde noch motivierter, seinen Einkauf auch abzuschließen. Schließlich ist es an der Zeit, nach den Zahlungsinformationen zu fragen. Die meisten Experten sind sich einig darüber, dass Dies der letzte Schritt sein sollte. Nachdem der Kunde bereits alle weiteren Informationen eingegeben hat. Als nettes Extra sollten Sie zudem einige Thumbnail Felder in Ihr Checkout Formular einbauen. Diese ermöglichen es dem Kunden seine ausgewählten Produkte, die er als Gegenleistung für seine Zahlung erhält, noch einmal anzuschauen.

Belohnen Sie die Registrierung, ohne Diese erforderlich zu machen

Das Erstellen eines Kundenkontos ist eine persönliche Angelegenheit. Es kann zudem zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen. Alle e-Commerce Seiten möchten, dass sich ihre Kunden für eine Vielzahl an Dingen anmelden. Ihre Kunden werden es daher schnell leid, die gleichen Informationen immer und immer wieder einzugeben. Bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit als Gast bei Ihnen einzukaufen. Dies hilft Kunden, die (noch) nicht bereit dazu sind, Ihnen das notwendige Vertrauen für einen eigenen Account entgegenzubringen, aber dennoch bei Ihnen einkaufen möchten. Sie verhindern so, dass diese Kunden beim Checkout abspringen. Sie können Ihre Kunden natürlich daran erinnern, dass ein Account Vorteile hat. Das der Kunde hier seine Bestellungen nachvollziehen kann, etc. Sie sollten die Registrierung jedoch nicht erforderlich machen. Eine weitere bequeme Möglichkeit, um dem Kunden die Anmeldung zu vereinfachen, sind Social Media Logins. Mit nur einem einzigen Click werden alle Kundeninformationen von Google oder Facebook für die Bestellung übernommen. Der Kunde muss so keine oder nur sehr wenige Informationen manuell eingeben. Einige E-Commerce Webseiten bieten Ihren Kunden darüber hinaus die Möglichkeit, bereits während des ersten Checkouts einen Account anzulegen. Die Arbeit wird so halbiert, da der Kunde dieselben Informationen nicht später erneut für die Registrierung eingeben muss. Sprechen Sie mit Ihrem Entwickler, um zu schauen, ob sich diese Möglichkeit für Ihre Webseite realisieren lässt. Möchten Sie Ihre Kunden wirklich von der Registrierung auf Ihrer Webseite überzeugen, können Sie dies über Sonderangebote erreichen. Geben Sie Ihren Kunden für die Anmeldung zum Beispiel einen 15% Rabatt auf seine erste Bestellung, dann ist das ein sehr gutes Angebot für die zusätzliche Arbeit, auf das viele Kunden gern zurückgreifen werden.

Heben Sie die Sicherheit hervor

Geben Sie Ihren Kunden das Gefühl, dass Sie die Sicherheit ernst nehmen. Sie sollten ein SSL Zertifikat besitzen und und sicherstellen, dass Ihre Kunden davon wissen. Neben dem https:// in der URL Ihres Shops schadet es nicht, auch ein Banner oder ein Siegel auf Ihrer Webseite einzubauen, das bescheinigt, dass alle Zahlungen mit 128-byte SSL-Verschlüsselung übertragen werden. Außerdem sollten Ihre Sicherheitsrichtlinien und die entsprechenden Maßnahmen komplett und detailliert in den Nutzungsbedingungen Ihrer Webseite zu finden sein. 

Speichern Sie Kundeninformationen

Sobald sich Ihre Kunden dazu entscheiden einen Account in Ihrem Online-Store anzulegen, müssen Sie sicherstellen das der Kunde von seiner Entscheidung profitiert. Bieten Sie ihm die Möglichkeit Liefer- und Rechungsadressen oder Zahlungsinformationen für spätere Bestellungen zu speichern. Je weniger Informationen Ihre Kunden für weitere Bestellungen eingeben müssen, umso eher sind sie geneigt dazu, erneut bei Ihnen einzukaufen. Müssen Kunden keine Informationen zur Adresse oder Zahlung eingeben, dann wird die Bestellung zu einer einfachen Angelegenheit, die mit einem einzelnen Klick meist schnell erledigt ist. Schauen Sie sich zum Beispiel Amazon an. Der Online Händler hat dieses Verfahren zu seinem Vorteil gemeistert. Hinweis: Speichern Sie Kreditkarten- oder Bankinformationen auf Ihrer Seite, dann müssen Sie die PCI Richtlinien und andere gesetzliche Bestimmungen in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz erfüllen!

Bieten Sie mehrere Zahlungsoptionen

Neben den klassischen Kreditkarten empfehlen wir, dass Sie Ihren Kunden zumindest eine - besser noch mehrere - weitere Zahlungsmethoden für ihren Einkauf anbieten. Einige Kunden ziehen eine bestimmte Form der Bezahlung einer Anderen vor. Andere Kunden hingegen mögen es, dass Sie zwischen mehreren Zahlungsmethoden wählen können und nicht zur Nutzung einer einzelnen Zahlungsform gezwungen werden. Denken Sie daran: Je einfacher und bequemer der Checkout, umso weniger Absprünge und um so besser die Conversion. Ziehen Sie neben der Verwendung von klassischen Zahlungsformen wie Kreditkarte, Rechnung und Lastschrift auch die Nutzung von elektronischen Anbietern wie PayPal, Google Wallet oder eine der zahlreichen anderen Zahlungsformen in Ihrer Region in Betracht. Sie können darüber hinaus auch Integrationen von Drittanbietern wie Amazon Pay verwenden. Sie ermöglichen es Ihren Kunden mit den Informationen, etwa von Amazon, bei Ihnen zu bezahlen.

Optimieren Sie für Mobilgeräte

Ca. 33% aller E-Commerce Geschäfte werden über Smartphones und Tablets abgewickelt. Die Zahl steigt stetig an. Trotz des Ergebnisses einer Studie, dass die Benutzerfreundlichkeit für diese Zielgruppe bei 88% der User schlecht war. Heben Sie sich von der Konkurrenz ab und gehen Sie auf die Wünsche Ihrer Kunden ein, in dem Sie Ihre Webseite für mobile Geräte optimieren. Das sollte für das Jahr 2018 eine der höchsten Prioritäten sein. Auf diese Weise heben Sie sich von Ihren Konkurrenten ab und profitieren von deutlich weniger Absprüngen beim Checkout.

Helfen Sie Ihren Kunden Probleme zu lösen

Trotz aller Bemühungen können Sie nicht verhindern, dass es gelegentlich zu Problemen kommt. Sollte es zu einem solchen Problem während des Checkouts kommen, dann sollten Ihre Kunden keine standardisierte Fehlermeldung sehen. Stattdessen sollten sie eine kurze Erklärung darüber erhalten, was passiert ist und wie sie das Problem lösen können. Auf diese Weise verhindern Sie Ärger und Frustration und tragen zu einem erfolgreichen Abschluss der Bestellung bei.

Ein beinahe perfektes Checkout-Erlebnis

Selbst wenn Sie kein Fan von Domino's Pizza sind, kommen Sie nicht drum herum, den Checkout-Vorgang des Unternehmens zu bewundern. Was macht die Bestellung bei Domino's Pizza so einfach?
  • Optimiert für mobile Geräte
  • Keine Registrierung für Kunden (Das System merkt sich die E-Mail Adresse)
  • Einfach auszufüllende Formulare
  • Gespeicherte Zahlungsinformationen
  • Schnelle Ladezeiten
  • Freundlich für wiederkehrende Kunden
Das Unternehmen bietet sogar eine "Zero-Click-App" an. Die Anwendung merkt sich Ihre letzte Bestellung. Sobald Sie die App öffnen, bestellt die Anwendung automatisch Ihre Lieblingspizza in weniger als zehn Sekunden. Verrückt? Vielleicht, aber die Kunden lieben es.  Ihre e-Commerce Checkout-Optimierungs-Checkliste Nachdem Sie nun wissen warum Sie den Checkout-Vorgang für Ihre Kunden so angenehm und einfach wie möglich gestalten müssen, finden Sie hier nun eine Checklite, die Ihnen dabei hilft, die wichtigsten Dinge für die Anpassung im Hinterkopf zu behalten, während Sie die verschiedenen Änderungen implementieren. Reduzieren Sie die Zahl der notwendigen Clicks für den CheckoutEntfernen Sie unnötige Felder in den FormularenMachen Sie Ihren Checkout sicherErmöglichen Sie die AdresssucheErmöglichen Sie Übernahme der Lieferadresse als RechnungsadresseSpeichern Sie Zahlungs- und LieferinformationenBieten Sie Ihren Kunden mehrere ZahlungsformenMachen Sie die Account-Erstellung zum Teil des CheckoutsVerlangen Sie niemals von Ihren Kunden kurz vor der Bezahlung einen Account anzulegenErlauben Sie Gast-Bestellungen und CheckoutsOptimieren Sie für MobilgeräteImplementieren Sie einfache, eindeutige und individuelle FehlermeldungenBedanken Sie sich für die Bestellung! Machen Sie die Optimierung Ihrer E-Commerce Checkout Seite zu einer Priorität, dann wird es nicht lange dauern, bis Sie erste Erfolge in der Form von weniger Absprüngen und höheren Conversions bemerken.