Wie Künstliche Intelligenz im E-Commerce von Nutzen sein kann

19.06.2018


Die Digitalisierung hat die Anforderungen der Verbraucher komplett verändert. Einer Deloitte-Studie zufolge werden 47 Prozent der jungen Nutzer bei ihren Einkäufen von Social Media beeinflusst, während es bei allen anderen Altersgruppen 19 Prozent sind. Daher sind die Effekte der verschiedenen Kanäle sowie deren Auswertung für Online-Händler von entscheidender Bedeutung. 

Online Marketing über Social Media

Social Media Marketing (SMM) ist der Hauptgrund warum Omnichannel - das Nutzen mehrerer medialer Kanäle - ein Muss für große E-Commerce-Unternehmen ist. Der Erfolg von Omnichannel hängt davon ab, ob die Kunden bei ihren Einkäufen im Internet von einem Desktop- oder Mobilgerät, ebenso wie offline in einem stationären Geschäft eine nahtlose Erfahrung vermittelt bekommen. Heute reicht es nicht mehr aus, im Trend zu liegen, Online-Händler müssen nicht nur eine Vielzahl von Kanälen nutzen, sondern auch die Handlungen und Bedürfnisse der Verbraucher vorhersehen können. Künstliche Intelligenz wird das E-Commerce-Ökosystem dabei grundlegend verändern, von der Optimierung interner Geschäftsprozesse, über das Verständnis des Verbraucherverhaltens, bis hin zur Abbildung von Kundendaten. 

Die innovativsten Einzelhändler

Die Akteure des Einzelhandels waren schon immer Vorreiter bei der Einführung neuer Technologien und auch die Künstliche Intelligenz war keine Ausnahme. Eine aktuelle IBM-Studie zeigt: 91 Prozent der Führungskräfte im Einzelhandel gaben an, dass sie glauben, dass Cognitive Computing eine führende Rolle in der Branche spielen wird und 83 Prozent glauben, dass es einen entscheidenden Einfluss auf die Zukunft ihres Unternehmens haben wird.

Effektivitätsmodell - Chatbots und virtuelle Assistenten

Der erste Pionier auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz ist Whole Foods. Das Unternehmen nutzt Chatbots via Facebook Messenger um das perfekte Rezept für ein Essen vorzuschlagen. Benutzer müssen Whole Foods im Messenger hinzufügen und die Kommunikation mit dem Chatbot beginnen. Beispielsweise können sie dem Bot mitteilen welche Hauptzutaten sie verarbeiten möchten, woraufhin dieser ihnen unterschiedliche Menüvorschläge für Abendessen oder Frühstück anbietet. The North Face hingegen stellte im vergangenen Jahr eine mobile App für Online-Käufer vor. Mit dieser einzigartigen Lösung müssen Verbraucher nicht mehr zahlreiche Seiten durchforsten, um das richtige Produkt zu finden. Die App sammelt Daten und berechnet automatisch, welche Art von Kleidung für den Standort, das Klima und die Bedürfnisse des Verbrauchers geeignet ist. Das Entwickler-Team benötigte etwa 12 Monate für die Entwicklung des intelligenten Assistenten.

Effizienzmodell - Bestands- und Supply-Chain-Optimierung

Otto, der deutsche E-Commerce-Händler, setzt künstliche Intelligenz ein, um seine Retourenquote zu verringern. Das Unternehmen analysierte, dass Kunden gekaufte Artikel vor allem dann zurückgeben, wenn der Versandprozess länger als zwei Tage dauerte. Otto ist ein Multibrand E-Commerce-Shop und verkauft Artikel von vielen Lieferanten, sodass die Pakete zu unterschiedlichen Zeiten eintreffen. Um dieses Problem zu vermeiden hat das Unternehmen ein System entwickelt, das voraussagt, welche Produkte innerhalb von 30 Tagen verkauft werden. Dank diesem Tool reduzierte Otto die Produktrückläufer um mehr als zwei Millionen Artikel pro Jahr. Das System wurde mit Hilfe der Blue Yonder-Technologie entwickelt.

Künstliche Intelligenz einsetzen

Ob Personalisierung, Marketing oder Chat-Bots - künstliche Intelligenz wird von immer mehr Systemen eingesetzt und kann auch in Kombination mit Magento, Shopware, OroCRM, OroCommerce und vielen anderen E-Commerce-Anwendungen verwendet werden.